CIP - Center for Integrative Physiology and Molecular Medicine

Das Centrum ist personell eng mit dem Sonderforschungsbereich 530 „Räumlichzeitliche Interaktion zellulärer Signalmoleküle“ verbunden. Mitglieder des CIPMM bereiten aktuell einen neuen Sonderforschungsbereich für das Jahr 2009 vor, der sich thematisch eng an die Forschungsprogrammatik des Centrums anlehnen soll. Außerdem liegt in Kooperation mit der theoretischen und experimentellen Physik der Naturwissenschaftlichen Fakultät ein Antrag auf Errichtung eines Sonderforschungsbereichs zum Thema „Physikalische Modellierung kollektiver Prozesse in biologischen Systemen: Adhäsion, Aggregation und Transport“ zur Begutachtung vor (Initiative 818). Weitere wichtige regionale Netzwerke sind drei einschlägige Graduiertenkollegs. Vor allem dem GRK 1326 kommt eine besondere Stellung für das wissenschaftliche Konzept des Centrums zu. Mit zahlreichen hochrangigen Publikationen, hohen Drittmitteleinwerbungen und vielfältigen internationalen Forschungskooperationen nehme das CIPMM eine Spitzenstellung innerhalb der Physiologie in Deutschland ein.

Die Universität des Saarlandes hat den personellen Aufbau des Forschungsschwerpunkts mit einer entsprechenden, international angelegten Berufungspolitik unterstützt und vorbereitet. Im Rahmen des langfristigen Hochschulentwicklungsplans der Universität des Saarlandes wurden die Nano- und Biowissenschaften als ein Schwerpunkt definiert. Dieser Schwerpunkt werde im Forschungsprogramm des CIPMM mit der Untersuchung biologischer Prozesse in sub-µm Auflösung umgesetzt. Der Neubau des Centrums besitze höchste Priorität auf Universitäts- und Landesebene.

Das CIPMM soll auch als Kristallisationskern für eine geplante Ansiedlung von außeruniversitären Institutionen der Max-Planck oder der Leibniz-Gemeinschaft dienen. Es ist außerdem vorgesehen, das Centrum zu einem wichtigen Baustein zur Integration der in Homburg angesiedelten Forschungseinrichtungen zu machen. Es soll dem virtuellen „Interdisziplinären Kompetenzzentrum Molekulare Medizin“ einen räumlichen Fokus geben und vor allem als Klammer zwischen dem „Jose Carreras Center for Immuno and Gene Therapy“ und dem „Institut für Neurobiologie und Neurodegeneration“ der Klinik für Neurologie dienen. Damit werde es zur weiteren Profilbildung der Medizinischen Fakultät beitragen.

Das Forschungskonzept erfordere eine intensive Kooperation der beteiligten Gruppen – zusammen mit einer Clusterbildung zwischen den Gruppen und dem Aufbau von gemeinsam genutzten „Core Facilities“. Der Neubau des CIPMM wird von den Antragstellern darüber hinaus mit der zersplitterten und beengten Unterbringung des Instituts für Physiologie und der Biophysik in Altflächen begründet. Deren baulicher Zustand sei für die Durchführung des Forschungsprogramms – vor allem für die Durchführung der systematischen Ganztieranalyse in den „Core Facilities“ – nicht geeignet. Neu berufenes wissenschaftliches Personal (Professuren, Gruppenleitungen) seien bisher nur interimistisch untergebracht. Der Neubau soll eine enge räumliche Anbindung zu den bestehenden Einrichtungen der Physiologie, den Kliniken, den Gebäuden für Medizinische Biochemie und Molekularbiologie, Pharmakologie und Toxikologie, Humangenetik sowie zum José Carreras-Forschungszentrum und einem zentralen Forschungs- und Verfügungsgebäude auf dem Campus des Universitätsklinikums erhalten.

Die zwei Hauptantragsteller (Prof. Dr. Frank Zufall und Prof. Dr. Jens Rettig) sollen zunächst als Gründungsdirektoren fungieren. Anschließend wird für die Dauer von jeweils zwei Jahren ein geschäftsführender Direktor aus den sieben ständigen Abteilungsleitern gewählt. Weitere Nutzer des CIPMM werden auf Antrag über einen Kollegiumsbeschluss auf der Grundlage ihres Beitrags zum Forschungsprogramm, der Drittmitteleinwerbung und der Publikationsleistung aufgenommen. Ein „External Advisory Board“ soll eine beratende und kontrollierende Funktion übernehmen und die langfristige Forschungsqualität sicherstellen.

Forschungskonzept