CIP - Center for Integrative Physiology and Molecular Medicine

“Das beantragte Center for Integrative Physiology and Molecular Medicin (CIPMM) verfolgt eine hochinnovative, interdisziplinäre Forschungsprogrammatik, die die molekulare Membranphysiologie mit der Molekulargenetik, zellulären Funktionsanalysen und Verhaltensforschung verbindet. Die klar strukturierten Forschungsschwerpunkte Molekulare Maschinen, Neuro-Endokrin-Immun Integration sowie In vivo Funktion versprechen zusammen mit der Technologie- und Ausbildungsplattform innovative Erkenntnisse und signifikante wissenschaftliche Fortschritte. Die Forschungsprogrammatik zeichnet sich durch ein ausgewogenes Gleichgewicht zwischen risikoreichen und mehr methodisch strukturierten Projekten aus, so dass die im Antrag gesteckten Ziele erreicht werden können. Das CIPMM wird national und international eine ausgeprägte Sichtbarkeit erhalten.

Die Kohärenz der Forschungsschwerpunkte ist uneingeschränkt gegeben. Der Fokus des Forschungsprogramms liegt eindeutig auf den naturwissenschaftlichen Fragestellungen, während die Translationsforschung erst als Option einer längerfristigen Perspektive erscheint.

Das Vorhaben wird bereits am Ort vorhandene Arbeitsgruppen zusammenführen und Gelegenheit für weitere Berufungen und den Aufbau von weiteren Nachwuchsgruppen bieten. An der Universität des Saarlandes hat sich in den letzten Jahren eine in Deutschland einmalige Konzentration von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern auf dem zu bearbeitenden Forschungsfeld der gentechnisch basierten „Integrativen Physiologie“ herausgebildet. Sie sind durch Drittmitteleinwerbungen und Publikationen in hochrangigen internationalen Journalen herausragend ausgewiesenen. Durch den Forschungsbau werden sie eine adäquate Infrastruktur erhalten. Kooperationen zwischen diesen Arbeitsgruppen und mit anderen Fakultäten der Universität haben sich bereits in mehreren Sonderforschungsbereichen und Graduiertenkollegs bewährt. In diesem Rahmen kann das neue Forschungszentrum ein Kristallisationskern für weitere Forschungsimpulse darstellen. Auch die Vernetzung mit anderen nationalen und internationalen Arbeitsgruppen ist bereits jetzt ausgeprägt.

Das CIPMM fügt sich thematisch und personell schlüssig in die Schwerpunktsetzung der Universität des Saarlandes ein, die das Vorhaben haushaltsmäßig weiter untersetzen wird. Der Campus in Homburg, auf dem der Forschungsbau errichtet werden soll, bietet eine Vielzahl von weiteren Kooperationsmöglichkeiten und ist als Standort für den Forschungsbau daher sehr geeignet. 

Der Entwurf für eine eigenständige Leitungsstruktur des CIPMM ist ein überzeugender Beleg für Kooperationsziele des Forschungsprogramms. Diese Leitungsstruktur und die Ausgewiesenheit der leitenden Wissenschaftlerin und Wissenschaftler gewährleisten, dass die beantragten Großgeräte im Rahmen der Technologie-Plattform zielgerichtet und erfolgreich eingebunden werden. Die Nachwuchsförderung wird durch mehrere Graduiertenkollegs, die Integration von Nachwuchsgruppen in das Forschungskonzept und die Einrichtung einer Ausbildungsplattform auf hohem Niveau umgesetzt.

Die Kriterien für die Begutachtung von Forschungsbauten sind daher in höchstem Maße und sehr überzeugend erfüllt. Die beantragten Kosten, für die eine nach Landesrecht geprüfte Bauunterlage vorliegt, sind plausibel begründet und angemessen. Die beantragten Fördermittel für die Großgeräte werden vorbehaltlich eines positiven Votums der DFG zur Förderung empfohlen. Das Vorhaben wird ohne Einschränkungen als förderwürdig empfohlen.”



Stellungnahme des Wissenschaftsrats vom 7. Juli 2008

Universität des Saarlandes (Homburg): Neubau Center for Integrative Physiology and Molecular Medicine (SL 1369206)